Visa- und Einreisebestimmungen Kokosinseln:
Reisepass erforderlich
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise auf die Kokosinseln ein australisches Visum, das vor Reiseantritt eingeholt werden muss. Für Touristen aus Deutschland gilt seit Ende Oktober 2008 ein neues Online-Verfahren („eVisitor“).

Informationen vom Auswärtigen Amt zu ihrer Kokosinseln-Reise:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/australiensicherheit/213920

Die Kokosinseln, oder auch Keeling-Inseln genannt, sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean mit etwa 600 Einwohnern. Das Territorium besteht aus dem Atoll Süd-Keeling mit der Hauptinsel West Island, der Insel Home Island und 24 weiteren unbewohnten Inseln sowie aus dem unbewohnten Nord-Keeling-Atoll.

Die Kokosinseln gehören politisch zu Australien, liegen ungefähr 1.000 Kilometer südwestlich von den indonesischen Inseln Java und Sumatra, rund 3.000 Kilometer nordwestlich von Perth sowie etwa 1.000 Kilometer von der australischen Weihnachtsinsel entfernt.

Die offizielle Amtssprache der Kokosinseln ist Englisch und als Zahlungsmittel wird der Australische Dollar benutzt.

Die Hauptinsel West Island mit einer Länge von rund 10,5 Kilometern und einer Breite von nur 600 Metern, ist die größte Insel der Region.

Auf der Insel sind zahlreiche Vogelarten, Schildkröten und Krebstiere, unter anderem einige Krabbenarten beheimatet.

Die Wirtschaft der Kokosinseln spezialisiert sich auf die Fischerei, den Anbau von diversen Gemüsesorten, Papayas und Bananen sowie auf einen geringen Tourismus.

Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten der Kokosinseln zählen das Besucherzentrum, Direction-Island mit seinen langen weißen Sandstränden, der Pulu Keeling Nationalpark, der alte Friedhof sowie die historischen Gebäude zur früheren Kopra-Herstellung.

Nach dem Ende meiner 9-wöchigen Pazifikrundreise, besuchte ich auf dem Rückweg im März 2019, die Kokosinseln für vier Tage. Es war in den gesamten sieben Jahren dieser Expedition in alle Länder der Welt, mit rund 30 Stunden und sechs verschiedenen Flügen, meine längste Anreise zum nächsten Land überhaupt. Von den Cookinseln ging es zunächst über Auckland nach Brisbane mit „Air Neuseeland“ und anschließend mit „Virgin Australia“ über Melbourne, Perth und einem Zwischenstopp auf der Weihnachtsinsel, zu den finalen Kokosinseln.

Trotz des hervorragend klingenden Namens, hatte ich die Inselgruppe nicht annähernd so faszinierend erwartet. Es fühlte sich nach meiner Ankunft tatsächlich so an, als wäre ich gerade im Paradies gelandet.

Weil im Internet sämtliche verfügbaren Zimmer während meines Zeitraumes ausgebucht waren, war anfangs die Unterkunft eigentlich meine größte Sorge. Aber dieses Problem hatte sich glücklicherweise ziemlich unkompliziert und schnell gelöst. Direkt gegenüber vom Flughafenausgang, befand sich ein Motel mit ungefähr 50 modernen Zimmern und aufgrund der aktuellen Nebensaison, noch mit genügend freien Kapazitäten. Der Zimmerpreis von rund 125,- Euro pro Nacht, war auch gleichzeitig das Günstigste auf den gesamten Kokosinseln überhaupt. Direkt neben meinem Hotel befand sich das einzige Restaurant von West-Island und etwa 50 Meter über die Straße am Flughafen, die einzige täglich geöffnete Bar der Insel. Also perfekter kann man im Endeffekt, bei einem Besuch der Kokosinseln nicht wohnen.

Für die ersten beiden Tage mietete ich mir einen Elektroroller, um die Hauptinsel nach beiden Seiten zu erkunden. Eigentlich kann ich das Gefühl nicht so richtig beschreiben, aber es hatte sich großartig angefühlt, dieses fantastische Atoll bei schönstem Sommerwetter zu erforschen. Auf West-Island befinden sich kilometerlange unberührte weiße Sandstrände, umgeben von tausenden Kokospalmen, ein wirklich imposanter Anblick. Weil die rund 120 Bewohner von West-Island auch nicht zufällig zur gleichen Zeit vor Ort waren, war das gesamte paradiesische Atoll menschenleer.

Am dritten Tag unternahm ich einen Ausflug auf die zweite bewohnte Insel, Home-Island, sowie auf die unbewohnte Ausflugsinsel Direction-Island. Eine fast stündlich frequentierte Fähre, verbindet die beiden einzigen bewohnten Atolle der Kokosinseln. Von Home-island besteht außerdem eine Verbindung zur paradiesischen Insel „Direction“, allerdings nur an den Wochentagen Donnerstag und Samstag. Sämtliche vier Fährfahrten kosteten insgesamt nur 5,- Australische Dollar und wurden somit gleichzeitig noch von anderen Touristen als preiswerten Bootsausflug genutzt.

Die ungefähr fast 500 Einwohner von Home-Island, sind hauptsächlich malaysischer Abstammung. Die kleine Insel gleicht eher einem Campingplatz, weil sämtliche Häuser und Straßen nahezu identisch aussehen. Aufgrund der dort vorherrschenden muslimischen Glaubensrichtung, gibt es dort auch keine Bar und auch kein wirkliches Restaurant, die Insel ist touristisch doch eher etwas langweilig.

Die Insel „Direction“ ist ein fantastischer Ausflugsort und eigentlich ein kleines Naturparadies, bestehend aus endlosen feinsten Sandstränden und unzähligen Kokospalmen soweit das Auge reicht.

Meine vier schönen Tage auf den sogenannten Keeling-Inseln waren rasend schnell vorüber und ich habe jeden Tag genossen, wie selten zuvor auf meinen bisherigen Reisen. Jeden Abend traf ich in der einzigen Bar des Landes die gleichen Urlauber und meistens auch einen Großteil der einheimischen Bevölkerung. Es herrschte dort eine unglaublich herzliche und familiäre Atmosphäre, das ist fast einzigartig weltweit.

Die Kokosinseln werden zweimal wöchentlich vom australischen Perth angeflogen und sind für eine völlig entspannte und einzigartige Urlaubsreise, mein größter Geheimtipp auf der weltlichen Landkarte. West-Island kommt dem Paradies wirklich sehr Nahe und wird daher von mir ausdrücklich empfohlen. Eines Tages werde ich für einen längeren Aufenthalt zurückkommen, dann aber mit Familie.