Visa- und Einreisebestimmungen Nigeria:
Reisepass erforderlich
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Nigeria ein gültiges Visum, das rechtzeitig vor Reiseantritt bei der nigerianischen Auslandsvertretung zu beantragen ist.
Visakosten: 88,- USD

Informationen vom Auswärtigen Amt zu ihrer Nigeriareise:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/nigeriasicherheit/205788

Nigeria ist ein Staat in Westafrika, mit rund 188 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land des afrikanischen Kontinents und das siebtgrößte in der Welt. Nigeria grenzt im Norden an Niger, im Westen an Benin, im Osten an den Tschad, im Südosten an Kamerun sowie im Süden an den Atlantischen Ozean. Die vier Amtssprachen des Landes sind Englisch, Yoruba, Igbo und Haussa, dabei werden insgesamt über 500 verschiedene Sprachen in Nigeria gesprochen. Die offizielle Landeswährung ist der Nigerianische Naira, dabei entspricht 1,- Euro etwa 440,- NGN.

Die zehn größten Städte Nigerias sind alles Millionenstädte, dazu zählen Lagos, Ibadan, Benin Stadt, Kano, Port Harcourt, Kaduna, Aba, Abuja, Maiduguri sowie Ilorin.

Die Nord-Süd- sowie die Ausdehnung von Osten nach Westen ist mit rund 1.200 und 1.100 Kilometern etwa gleich. Durch das Staatsgebiet fließt der Fluss Niger und bildet zusammen mit dem Fluss Benue das Nigerdelta, eines der größten Flussdeltas der Erde. Der höchste Berg des Landes ist der Chappal mit seinen 2.419 Metern.

Die fünf unterschiedlichen Vegetationszonen des Landes sind tropische Regenwälder, Savannen, Mangrovenwälder, Küstenregionen sowie Sahels. In diesen Gebieten konnte sich eine erhebliche Pflanzen- und Tierwelt entwickeln.

Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas mit einem sehr hohen Wirtschaftswachstum. Allerdings ist die Wirtschaft stark von der Ausfuhr seines Erdöls abhängig, das rund 82% der Exporterlöse Nigerias ausmacht. Zusätzlich verfügt das Land noch über große Diamantenvorkommen. Durch die stark ausgeprägte Korruption, geht allerdings der wirtschaftliche Aufschwung fast komplett an der zu 50% hungernden einheimischen Bevölkerung vorbei. Obwohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt ist, reicht es nicht aus, um alle Einwohner davon zu ernähren. Angebaut werden hauptsächlich Kakao und Erdnüsse.

Die Hauptstadt von Nigeria ist Abuja mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern. Die Stadt liegt im Inneren des Landes und wurde fast am geographischen Mittelpunkt Nigerias angesiedelt, um die Gleichberechtigung zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden herzustellen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zählen der 725 Meter hohe Monolith Zuma Rock, die Nationalmoschee, die Nationalkirche, das Abuja-Stadion, das Velodrom sowie der Millennium-Park.

Allerdings die größte Stadt Nigerias und die zweitgrößte Stadt des afrikanischen Kontinents ist Lagos mit fast 20 Millionen Einwohnern im Ballungsraum. Die Stadt ist das Finanz- und Bankenzentrum des Landes und direkt am Golf von Guinea gelegen. Bis ins Jahr 1991 war Lagos die Hauptstadt, wurde dann aufgrund seiner überlasteten Infrastruktur und der zentralen Lage von Abuja abgelöst.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Lagos gehören Victoria Island, das Nationalmuseum, das Nationaltheater, das Surulere-Nationalstadion, die Eko-Brücke, die Third Mainland Brücke, die Carter-Brücke, die Kirche von St. Anthony, die Santa Maria Kirche, das Regierungs-Schloss, Fort Ponta da Bandeira, die Alvor Promenade, die St. Sebastian Kirche, die Synagoge, der Bogen und die Statue von Sao Goncalo, das Kulturzentrum sowie der Leuchtturm.

Im August 2016 war ich während meiner Westafrika-Rundreise für 30 Stunden in Lagos. Nachdem allerdings mein Antrag für ein nigerianisches Touristenvisum zwei Mal in Berlin abgelehnt wurde, habe ich außer dem Flughafen und dem Flughafenvorplatz, praktisch nichts von Lagos und Nigeria gesehen. Nachdem ich meine zweimalige Visagebühr von jeweils 150,- Euro, mein Hin- und Weiterflug waren ebenfalls bereits gebucht, nicht zurückerstattet bekommen habe, war ich auch nicht mehr gewillt, auch nur einen Euro in diesem afrikanischen Land auszugeben.

Meine Zeit am Flughafen im Transitwartebereich ging richtig schnell vorbei, weil ich aufgrund meiner Vielfliegerprogramme und meiner Kreditkarte insgesamt vier von fünf möglichen Lounges betreten durfte. In diesen bekam ich dann sämtliche Mahlzeiten, einen Barservice, den Ruheraum sowie die Duscheinrichtungen kostenlos.

Mein besonderer Dank gilt noch einmal der Frau Konsul in der Nigerianischen Botschaft in Berlin, die mir beim zweiten Mal das Visum vorher fest zugesagt hatte. Das war wirklich das Mieseste, was ich bisher in allen Konsulaten oder Botschaften erlebt habe !!!