Visa- und Einreisebestimmungen Französisch-Guayana:
Reisepass nicht erforderlich
Es wird kein Visum benötigt

Informationen vom Auswärtigen Amt zu ihrer Französisch-Guayana-Reise:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/frankreichsicherheit/209524

Französisch-Guayana ist ein Überseedepartment und eine Region Frankreichs mit rund 260.000 Einwohnern. Es liegt im Norden von Südamerika am Atlantischen Ozean zwischen Brasilien und Suriname. Französisch-Guayana ist auch Teil der Europäischen Union und der NATO. Der Euro ist gesetzliches Zahlungsmittel.

Zu den größten Städten des Landes gehören Cayenne, Saint-Laurent-du-Maroni, Kourou, Matoury sowie Remire-Montjoly. Die Bevölkerung wächst derzeit stark durch Einwanderer aus den Nachbarländern. Rund 85% der Einwohner sind Christen.

Französisch-Guayana weist das größte zusammenhängende Waldgebiet Frankreichs und der Europäischen Union auf. 90% des Landes sind mit tropischen Regenwäldern bedeckt, dadurch lebt der größte Teil der Bevölkerung an der Küste, wo sich auch die größten Städte befinden. Das Klima im Land ist tropisch, ganzjährig herrschen konstant warme Temperaturen um 28° Celsius.

Bekannt wurde Französisch-Guayana für den „Archipel der Verdammten“, eine französische Strafkolonie, die 100 Jahre bis 1951 bestand und bis zu 70.000 Menschen inhaftiert hat. 1968 bauten die Europäer in Kourou das Raketenabschussgelände Centre Spatial Guyanais. Das Center liegt geographisch günstig in Äquatornähe und wurde im Laufe der Zeit ständig erweitert. Der Erfolg des Ariane-Programms und eine geschickte Unternehmensstrategie der ESA trugen erheblich dazu bei. Der Weltraumbahnhof ist damit der wichtigste Pfeiler der Wirtschaft des Landes. Mittlerweile ist auch das Raumfahrtgelände in Kourou zu einem touristischen Motor der Wirtschaft geworden. Bekannt ist Kourou auch durch eine Einheit der Fremdenlegion, die mitten in der Stadt stationiert ist.

Die Forstwirtschaft ist auf Grund des tropischen Regenwaldes ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Landwirtschaft wird nur in Küstennähe betrieben, ansonsten sind lediglich die Krabbenfischerei und der Abbau von Gold erwähnenswert.

Cayenne ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt von Französisch-Guayana mit etwa 60.000 Einwohnern. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Kathedrale von Cayenne, das Fort Ceperou, das Museum der Kultur Guayanas, das Fort Diamant, der Place des Palmistes, die Avenue du General de Gaulle, die alte Kapelle Royal, der Vieux Port, das Museum Departmental Alexandre-Franconie, Chinatown sowie die beiden Denkmäler von Felix Eboue und Victor Schölcher.

Im August 2015 war ich für zwei Tage in Französisch-Guayana. Nach einem Stadtrundgang in der belebten Stadt Cayenne stand der wichtigste Teil, der Besuch des Weltraumbahnhofes in Kourou auf dem Programm. Am Morgen startete ich die rund einstündige und mit 10,- Euro relativ preiswerte Busfahrt nach Kourou. Es ist schon gewaltig wie riesig das Gelände der ESA dort ist, dabei ist das Angebot für Touristen recht dürftig. Die Rundtour über das Gelände ist leider an diesem Tag ausgefallen, daher blieb nur noch ein Rundgang im Space-Center und im Souvenirshop. Kourou dagegen ist sehr gemütlich bis ruhig, einmal kurz zum Haupteingang der Fremdenlegion und dann ging es wieder zurück nach Cayenne. Der Rückweg war allerdings schwieriger als erwartet, weil ab 15 Uhr keine Busse mehr fuhren. Da keine Taxis in der Stadt zu finden waren, blieb dann also nur noch trampen, wo dann nach vier Stunden auch mal tatsächlich jemand angehalten hat. Das war knapp, denn die Dunkelheit war schon eingebrochen.