Visa- und Einreisebestimmungen Venezuela:
Reisepass erforderlich
Es wird kein Visum benötigt

Informationen vom Auswärtigen Amt zu ihrer Venezuelareise:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/venezuelasicherheit/224982

Venezuela ist ein Staat im Norden von Südamerika an der Karibikküste gelegen. Das Land hat etwa 32 Millionen Einwohner und grenzt im Osten an Guyana, im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien sowie im Norden an die Karibik. Es ist das sechstgrößte Land Südamerikas.

Venezuela ist landschaftlich so vielfältig wie kein anderer südamerikanischer Staat. Es lässt sich in vier Regionen einteilen: die Anden, die Orinoco-Ebenen im Zentrum, die Maracaibo-Tiefländer im Nordwesten sowie das Hochland von Guayana im Südosten.

Der höchste Berg Venezuelas ist der Pico Bolivar mit seinen 4.981 m.

Das Hochland von Guayana erhebt sich südöstlich des Orinoco und ist eine der ältesten Landschaften Südamerikas. Von deren gewaltigen Tafelbergen herab stürzen sich unzählige Wasserfälle, die in der Welt wegen ihrer Höhe einzigartig sind. Der höchste Wasserfall der Welt ist der Salto Angel im Nationalpark Canaima mit einer Fallhöhe von 978 Metern. Der zur Gran Sabana gehörende Wasserfall hat sich inzwischen zu einer der größten Touristenattraktionen Venezuelas entwickelt. Der Orinoco ist mit einer Länge von 2.574 km der größte und wichtigste der über tausend Flüsse des Landes. In Venezuela gibt es heute 43 Nationalparks und 36 Naturdenkmäler.

Die größten Städte des Landes sind Caracas, Maracaibo, Valencia, Barquisimeto, Ciudad Guayana, Barcelona sowie Merida.

Ungefähr 85% der Bevölkerung leben in den städtischen Gebieten im Norden des Landes. Im Gebiet südlich des Orinoco, das immerhin fast die Hälfte der Landesfläche einnimmt, leben nur 5% der Einwohner.

Zusätzlich leben noch 2% Ureinwohner in unterschiedlichen Gruppen in der Amazonasregion oder nördlich von Maracaibo.

Die Amtssprache in Venezuela ist Spanisch, 96% der Bevölkerung sind römisch-katholisch und die Landeswährung ist der Bolivar. Der Umrechnungskurs des Bolivar gegenüber dem Dollar war seit Jahren 6,3 Bolivar. Im Jahr 2014 betrug die Inflation 64% – die höchste Inflationsrate weltweit, seitdem rutschte der Bolivar drastisch ab und es gab eine ernste Versorgungskrise im Land. Da es vor allem auch an Grundnahrungsmitteln fehlte, stieg dazu die Kriminalität enorm an.

Die Wirtschaft Venezuelas ist nahezu vollständig abhängig vom venezolanischen Hauptrohstoff Erdöl, rund 95% der Staatseinnahmen stammen aus dem Ölgeschäft.

Die Hauptstadt und größte Stadt Venezuelas ist Caracas. Sie gilt als Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes mit rund 2,1 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und ca. 3,3 Millionen im Ballungsraum. Aufgrund ihrer hohen Mordrate gilt die Stadt als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Caracas liegt im Norden Venezuelas auf 920 m Höhe und ist nur etwa 10 km Luftlinie vom karibischen Meer entfernt. Das Klima dort ist tropisch bei durchschnittlichen 23° C.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Simon Bolivar Geburtshaus, der Plaza Venezuela, Panteon Nacional de Venezuela, die Moschee Ibrahim Al-Ibrahim, die Kathedrale von Caracas, das Museum für moderne Kunst, die Metro, das Capitol von Caracas, der Palacio de Miraflores – der Sitz des Präsidenten, der Plaza Bolivar, Plaza de Altamira, das Nationaltheater, Cubo Negro, der Bulevar de Sabana Grande, Paseo de los Proceres sowie der El Avila National Park außerhalb der Stadt.

Im August 2015 bereiste ich für zwei Tage Caracas. Eigentlich ist die Stadt durch die vielen Häuser an den Berghängen sehr schön und einzigartig, aber die Inflation und die Kriminalität verursachen ständig ein mulmiges Gefühl. Ich tauschte gleich nach der Ankunft auf dem Schwarzmarkt 30,- Dollar für zwei Personen und bekam unfassbare 18.000 Bolivar dafür, also 100mal mehr als der offizielle Kurs. Dazu noch alles in 50er oder 100er Scheinen, insgesamt drei Bündel Geld die kaum zu transportieren waren. Bei einer Tankfüllung für unser Auto von sage und schreibe 0,30 Eurocent für 45 Liter, war es dann nicht verwunderlich, dass wir das Geld in zwei Tagen nicht ausgeben konnten, eigentlich unglaublich.